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M48A2 Leopard 1A4 Leopard 2A4
 
Waffensysteme des Panzerbataillon 284
 

M48A2C

Als das Panzergrenadierbataillon 281 im Jahre 1968 zum Panzerbataillon 284 umstrukturiert wurde, erhielt es den amerikanischen M48A2C als Kampfpanzer. 

Der M48 war zu Beginn seiner Serienproduktion im Jahr 1952 keine Neukonstruktion, sondern lediglich Glied in einer Kette von Weiterentwicklungen, die beim M26 begann und schließlich im M60 ihr Ende finden sollte. Die USA bestritten bei ihren Kampfpanzern über mehrere Jahrzehnte den Weg, dass sie die Verbesserung bestehender Modelle einer völligen Neukonstruktion vorzogen. Dies führte dazu, dass die Beschaffungskosten relativ gering gehalten wurden, andererseits wurde so aber für viele Jahre kein wirklicher Durchbruch in der Panzerentwicklung erzielt. In Ermangelung eines vergleichbaren westlichen Panzers erzielte der M48 aber trotzdem eine weite Verbreitung und entsprechend hohe Stückzahlen, die sich bei Einstellung der Produktion im Jahr 1960 auf über 11.000 beliefen.

Der M48A2C wurde von einem im Wannenheck montierten AV-1790-8 Benzinmotor mit 836PS angetrieben. Dieses Triebwerk war schon bei Einführung des Panzers in die Truppe völlig veraltet. Zwar war es effizienter als sein Vorgänger im M48A1, dennoch war der Treibstoffverbrauch enorm hoch und belief sich selten unter10l/km. Angeschlossen war ein CD-850-5 Planetengetriebe mit zwei Vorwärts- und einem Rückwärtsgang. Angelassen würde das Triebwerks des M48 von einem Startermotor. 
Das Stützrollenlaufwerk besteht aus sechs Lauf- und fünf Stützrollen pro Seite. Das bei vorherigen Versionen jeweils unterhalb des Zahnkranzes angebrachte Kettenspannrad entfiel beim M48A2C. Das Laufwerk mit seinen relativ kleinen Laufrollen und dem zu geringen Federweg führte trotz der recht ansehnlichen Triebwerkleistung zu einem schlechten Fahrverhalten in schwierigem Gelände, wo das Potential des Kampfpanzers nicht ausgenutzt werden konnte.  

Der Turm des M48 stellte eine Neukonstruktion dar. Er bot Platz für Kommandant und Richtschütze auf der linken Seite und den Ladeschützen rechts. Die Hauptbewaffnung des M48A2C bildete eine gezogene 90mm M41 Kanone mit vorn angebrachtem Rauchabsauger und der für den M48 typischen T-förmigen Mündungsfeuerbremse. Die Waffe hatte eine Kaliberlänge von 48 und war nicht stabilisiert. Der Munitionsbestand belief sich auf 60 Granaten. Links der Kanone war ein  7.62mm BlendenMG eingebaut. Ein weiteres 12.7mm MG war in die um 360° schwenkbare M1 Kommandantenkuppel integriert. Es diente der Fliegerabwehr und konnte über eine M28C Optik unter Panzerschutz gerichtet werden. 
Der Richtschütze des M48A2C verfügte über einen 8-fach vergrößernden Raumbildentfernungsmesser und war somit nicht mehr auf die Entfernungsermittlung des Kommandanten angewiesen, wie dies in älteren M48 Versionen der Fall war. Zusätzlich war rechts der Kanone eine achsparallele Hilfsoptik vorhanden. Für den Nachtkampf konnte auf der Kanone ein IR-/Weißlichtscheinwerfer montiert werden, welcher unter günstigsten Bedingungen eine Bekämpfung von Zielen bis auf eine Entfernung von über 1.500m erlaubte.

Das Schutzniveau des M48 entsprach zu keiner Zeit den Bedürfnissen des damaligen Gefechtsfeldes. Die Panzerungsstärke belief sich an Wannen- und Turmfront auf etwa 110mm Panzerstahl, ein Wert, welcher schon vom Pz.Kpfw. V auf Entfernungen von bis zu 2.000m durchschlagen werden konnte. Um den Schutz etwas zu verbessern wurden bei den deutschen M48A2C vier Nebelmittelwurfbecher pro Turmseite montiert. Seitliche Kettenschürzen, die das Laufwerk vor Treffern schützen würden waren nicht vorhanden.

Der M48 war ein typischer Vertreter des amerikanischen Kampfpanzerbaus, bei dem Masse vor Klasse ging. Mit erscheinen des Leopard 2 wurde der M48A2C aus dem Truppendienst entfernt und an die Heimatschutzbataillone abgegeben oder zu M48A2GE2 umgerüstet. Die Änderungen betrafen das Laufwerk, den Einbau eines Dieseltriebwerks, die Verwendung neuer Optiken inkl. des PZB 200 Nachtsichtgerätes, sowie die Nachrüstung der Leistungsfähigeren 105mm L7 Kanone.